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Der Joch und Der Gafleiner



 
Der Joch (1904): „Die Unmäßigkeit“

Der Joch beschreibt die tragische Geschichte eines Ehepaars, dessen Sohn schwer krank ist und unverzüglich einen Arzt braucht. Trotz allen Wehklagens scheinen die Eltern, vor allem der Vater kein Geld für den Arzt aufbringen zu können. Die Mutter überwindet sich schließlich und bittet den Gemeindekassier, der Mitleid mit dem Kind hat, um etwas Geld. Mit diesem soll der Joch auf schnellstem Weg den Arzt holen. Doch die Versuchung, mit dem Geld ins Wirtshaus zu gehen, ist für den Joch zu groß – er vergisst auf sein Kind und auf die verzweifelte Mutter.


Der Gafleiner (1905): „Der Neid“

Der Gafleiner ist eine unglückliche Seele, die einst sich selbst, seinen Freund und dessen Frau aus Neid den Tod brachte. Seither ist er gezwungen als Geist in den Bergen zu wandeln und eine ihm auferlegte, jedoch noch unbekannte Prüfung zu bestehen; erst dann ist er von seinem müssigen Dasein erlöst. Seine Prüfung kommt schließlich in Form zweier Jäger, die er belauscht. Sie erzählen sich vom Gafleiner und welche Frevel dieser beging. Als der Versteckte das hört, bricht in ihm abermals der Hass aus, er bricht aus seinem Unterschlupf und ruft laut aus, er würde wieder so handeln. Da erkennt er, dass sein Bußgang andauern muss, und er bricht verzweifelt
zusammen.


Der Spielort befindet sich am Eingang zum wildromantischen
Gafleintal und bietet eine Naturkulisse, die tirolweit ihresgleichen
sucht.

Franz Kranewitter (18.12.1860 - 4.1.1938)

Vor hundert Jahren nahm sich auch der Nassereither Dramatiker
Franz Kranewitter des Themas an. Über 20 Jahre arbeitete er an
dieser Einakter-Reihe, die er als sein Hauptwerk betrachtete.
„Sittliche Verfehlungen, in die jeder, ob hoch oder nieder, verfallen kann, verkörpert in schlichten Gestalten und gebracht im Kleide einfacher Sprache, in ihrer Wirkung auf den Helden und seine Umgebung aufgezeigt und dargestellt.“
Das Ergebnis ist eine Arbeit, in welchem der Dichter die Tiefen
des Volkslebens erfasst und in erschütternder Weise schildert.

Auf der Bühne
Der Joch: Markus Falbesoner
Sein Weib: Lydia Thurner
Das Seppele: Stefan Gapp
Der Pfarrer: Werner Mittermayer
Der Gemeindekassier: Dietmar Unterlechner
Der Gafleiner: Helmut Gapp
Der Seppl: Heini Schaber
Der Hansl: Werner Mittermayer
Krempempl: Thomas Köhle
Erster Kobold: Dietmar Unterlechner
Zweiter Kobold: Christl Eiter
Dritter Kobold: Martina Wander
Vierter Kobold: Gerda Ruepp